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  • Das Inventar:

    Mannschaftssportler, deren Gesamtrohwerte im Bereich der höchsten Ausprägung liegen, weisen hohe Interaktionskompetenzen auf, verfügen über eine hohe soziale Kompetenz und suchen z. B. Gruppen, in denen sie fest definierte Rollen übernehmen und bestimmen können. Sie sind in der Lage, sich den Anforderungen bestimmter sozialer Situationen anzupassen und ihr Verhalten unabhängig von eigenen Einstellungen und Gefühlen darauf abzustimmen. Beispielsweise sind hoch selbstüberwachende Mannschaftssportler fähig, Ärger über Schiedsrichterentscheidungen, Mitspieler und Gegner zu kontrollieren, können motivationale Probleme überspielen und stellen die eigene Interessenlage in den Hintergrund, wenn die Situation es erfordert. Darüber hinaus besitzen solche Sportler ausgeprägte Selbstdarstellungsfähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, die soziale Interaktion zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang spielt die Art der Emotionspräsentation ebenfalls eine Rolle.

    Die Subskalen

    Personenorientierung:

    Die Subskala "Personenorientierung" bezieht sich auf die Fähigkeit zur Selbstüberwachung und damit auch auf die Sensibilität für Aufgaben, die innerhalb von Gruppen, z. B. die eigene Mannschaft, an eine definierte Rolle gestellt werden und für die Erwartungen, die mit dieser Aufgabe verknüpft sind. Der hohe Selbstüberwacher hat ein Gespür für diese Zusammenhänge in seinem engeren, aktiv an der sozialen Interaktion beteiligten Umfeld und passt sein Verhalten an die gegebenen Anforderungen an. Diese Fähigkeit versetzt ihn auch in die Lage, sich gezielt solche Aufgaben zu suchen und sich dadurch in ein entsprechendes Licht zu stellen. Ein niedrig selbstüberwachender Sportler hingegen würde innerhalb seiner Gruppe eher Aufgaben übernehmen, die seinem Naturell entsprechen und die er aus innerer Überzeugung übernehmen möchte.

    Handlungsorientierung:

    Die Subskala "Handlungsorientierung" fasst sowohl die Fähigkeiten zur Selbstdarstellung als auch die Bereitschaft zur Verhaltensregulation zusammen. Das bedeutet, der hoch selbstüberwachende Mannschaftssportler hat die Möglichkeiten und die Kompetenz zur angemessenen Selbstdarstellung und ist auch bereit diese einzusetzen, wenn es die Situation von ihm fordert. Bei Sportlern, welche auf dieser Skala einen niedrigen Score erreichen, entspricht ihr Verhalten ihren inneren Überzeugungen, Einstellungen und Gefühlen.

    Sozialorientierung:

    Die dritte Subskala "Sozialorientierung" ermöglicht Schlüsse auf das Ausmaß des Einflusses von sozialen Interaktionspartner oder dem Publikum, also eines weitergefassten sozialen Bezugsystems auf das Verhalten der Person. Hohe Werte auf dieser Skala sprechen für eine starke Ausrichtung des Verhaltens an den Signalen aus diesem Umfeld. Dabei ist es nicht notwendig, dass aus diesem Umfeld aktiv in die Interaktion eingegriffen wird. Beispielsweise würde sich ein hoch selbstüberwachender Sportler durch die Anwesenheit seiner Familie im Publikum veranlasst sehen, sich und seinen persönlichen Anteil am Erfolg der Mannschaft hervorzuheben. Der niedrige Selbstüberwacher richtet sein Verhalten dagegen nicht an den Erwartungen des Publikums aus. Das heißt, das Verhalten dieses Sportlers wäre in der Trainingssituation kongruent zur Wettkampfsituation.